Wohnraum und Migration als transnationale antirassistische Kämpfe

Sonntag, 12. September, 15.30-16.30 Uhr, Park Platz

Input – E.A.S.T.

Social Housing Now! und Infokolpa sind Teil des entstehenden E.A.S.T. – Essential Autonomous Struggles Transnational Network, das sich hauptsächlich aus Frauen, Migrant*innen, Arbeiter*innen und Aktivist*innen zusammensetzt und aus den durch die Pandemiekrise ausgelösten Kämpfen um soziale Reproduktion entstanden ist. Nach einer kurzen Präsentation von zwei Fallstudien über Wohnraum in Rumänien und Migration entlang der Balkanroute möchten die Referent*innen das Publikum einladen, gemeinsam über die Möglichkeiten einer antirassistischen transnationalen Bewegung zu diskutieren, die in der Lage wäre, die Überschneidungen von Wohnraum und Migration mit antirassistischem Aktivismus in den Vordergrund zu stellen. Wo liegen die Konvergenzen und Unterschiede des Aktivismus für das Recht auf Wohnen und Bewegungsfreiheit und was brauchen wir, um transnationale und intersektionale Solidarität zwischen verschiedenen Gruppen von Menschen zu ermöglichen? Wie können wir unsere Kämpfe mobilisieren und aufeinander abstimmen, um sowohl den Rassismus an den Außengrenzen als auch den institutionellen Rassismus auf nationaler Ebene in Osteuropas postsozialistischem Kapitalismus zu bekämpfen? Welche Art von transnationalen Aktionen können wir uns vorstellen, um sowohl die Kämpfe an den Außengrenzen als auch die internen Kämpfe um Wohnraum zu unterstützen?​​​​​​​


Über E.A.S.T.

Social Housing Now! ist eine aktivistische Bewegung für Wohngerechtigkeit mit Sitz in Cluj-Napoca, Rumänien. Um eine Stadt für die Menschen und nicht für den Profit zu schaffen, schlagen wir als politische aktivistische Bewegung ein Entwicklungsmodell für die Stadt Cluj vor, das auf die Erweiterung des öffentlichen Wohnungsbestands, einschließlich des sozialen Wohnungsbaus, abzielt; ein angemessenes Budget für entsprechende öffentliche Maßnahmen bereitstellt; den Zugang zu Sozialwohnungen für Menschen mit niedrigem Einkommen, die unter benachteiligten Wohnverhältnissen leben, sicherstellt; aus dem öffentlichen Haushalt alternative Wohnmodelle, wie verschiedene Formen des kollektiven Wohnens oder genossenschaftlichen Wohnens unterstützt.

E.A.S.T. (Essential Autonomous Struggles Transnational) ist ein Netzwerk, das sich hauptsächlich aus Frauen, Migrant*innen, Arbeiter*innen und Aktivist*innen zusammensetzt und aus den Kämpfen um die soziale Reproduktion hervorgegangen ist, die durch die Pandemie im Jahr 2020 ausgelöst wurden. E.A.S.T. hat seinen Schwerpunkt in Ost- und Mitteleuropa, betrachtet diesen spezifischen Raum aber als Teil eines transnationalen Feldes. Das Netzwerk will neue Kämpfe und Streiks gegen Ausbeutung, patriarchale Gewalt und institutionellen Rassismus entfachen, indem es bestehende Kämpfe verbindet und einen gemeinsamen Organisationsraum aufbaut, der die lokale und nationale Isolation und Fragmentierung einzelner sozialer und gewerkschaftlicher Initiativen überwindet.

www.transnational-strike.info/projects/east