Info

Hier findest du alle wichtigen Informationen rund um die Aktionstage 2026.

Awareness

To be aware: sich bewusst sein, sich informieren, für bestimmte Problematiken sensibili­siert sein.

Linke Räume sind nicht automatisch diskriminierungsfreie Räume. Das enough. soll Raum von Auseinandersetzungen sein, aber mit der notwendigen Rücksichtnahme auf unterschiedliche Bedürfnisse und Hintergründe. Deshalb fordern wir alle zu einem achtsamen und bewussten Umgang miteinander auf. Awareness bedeutet für uns in erster Linie kollektive Verant­wortungsübernahme. In der gemeinsamen Auseinandersetzung mit Machtverhältnis­sen und Diskriminierung können wir diesen entgegenwirken. Dazu gehört für uns das Bewusstmachen eigener Privilegien und bestehender Machtstrukturen, aber auch kollektives Handeln im Fall von Übergriffen aller Art. Awareness wird optimalerweise nicht an ein paar wenige Personen delegiert. Dieser Prozess geht uns alle an, denn wir alle bestimmen mit, wie das Klima in ei­nem Raum ist – egal ob hinter der Bar, beim Eingang, auf der Bühne oder als Besucher*in.

Dieses Verhalten hat keinen Platz bei uns und wird in keinem Fall toleriert:

Rassistische, sexistische, queerfeindliche sowie ableistische Äusserungen und Handlungen; koloniale Ideologien jeglicher Art; Gewalt in jeglicher Form; Körperkontakt ohne Einverneh­men; ungefragtes Fotografieren anderer Personen, welches deren Privatsphäre und Si­cherheit gefährden könnte.

Was macht das Awareness-Team und wo finde ich es?

Während den Veranstaltungen wird ein Awareness-Team präsent sein, welches du an den vio­letten Awareness-Vesten erkennst. Du findest Unterstützung, wenn du dich in einer Si­tuation oder mit bestimmten Personen unwohl fühlst. Komm auf das Team zu, wenn du diskriminierendes Verhalten selbst erfährst, oder bei anderen beobachtest. Das Awareness-Team soll jedoch weder als Kontrollinstanz oder Sicherheitsdienst, noch als Expert*innen­organ verstanden werden. Wir versuchen, verschiedene Ansprechpersonen mit möglichst vielfältigem Wissen und Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Möchtest du mit einer FLIN­TA-, BIPoC-, queeren Person, oder einer Person mit einer gewissen Positionie­rung sprechen, kannst du das dem Awareness-Team gerne mitteilen. Wir werden versuchen, eine Ansprechperson zu finden, mit der du dich wohlfühlst.

Das Awareness-Team unterstützt dich gerne, wenn du Hilfe in schwierigen oder verletzen­den Situationen brauchst. Ziel ist es, neben der Unterstützung der betroffenen Person, Übergriffe und Diskriminierungen zu erkennen, zu verhindern, kollektiv zu reagieren und gleichzeitig die Aufmerksamkeit aller zu stärken.

Falls du das Bedürfnis hast, dich für einen Moment zurückzuziehen, sprich uns gerne an.

Helft mit, unser Awareness-Konzept zu unterstützen und umzusetzen! Wir möchten Räume schaffen, in denen Kritik geäussert und angenommen werden kann. Uns ist bewusst, dass auch das enough. in Machtverhältnisse eingebettet ist. Wir sind dankbar über Hinweise, An­regungen und solidarische Kritik. Haben wir etwas vergessen? Schreib uns eine E-Mail an info.enough@protonmail.com oder melde dich am Tag selber jederzeit am Infotisch.

Passt aufeinander auf – nur gemeinsam schaffen wir solidarische Räume, die kritische Aus­einandersetzungen erlauben!

Glossar

Wir setzen uns mit einer machtkritischen Sprache auseinander und sind uns bewusst, dass sich Sprache stets weiterentwickelt und verändert. Deshalb möchten wir hier festhalten, wie wir bestimmte zentrale Begriffe verstehen.

Ableismus ist die alltägliche und strukturelle Reduktion eines Menschen auf seine Behin­derung. Damit einher geht eine Abwertung (wegen seiner Behinderung) oder aber eine Auf­wertung (trotz seiner Behinderung).

BIPoC ist eine Abkürzung von und für Black, Indigenous and People of Color. Es ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. Nicht alle rassifi­zierten Personen können sich mit dem Begriff identifizieren.

FLINTA ist eine Abkürzung für Frauen, Lesben, Inter, Non-binär, Trans und Agender. Der Begriff bezeichnet Menschen, die keine cis Männer sind und somit stärker von patriarchalen Unterdrückungsmechanismen betroffen sind.

Mit kultureller Aneignung meinen wir die Aneignung und Instrumentalisierung kultureller, religiöser oder politischer Symbole und Praktiken im Kontext ungleicher Machtverhältnisse. Beispiele dafür sind bestimmte Frisuren, Kleidungsstücke, Kopfbedeckungen. Dies ist pro­blematisch, wenn diese Ausdrucksformen verwendet werden, ohne Teil der jeweiligen Kultur oder Gemeinschaft zu sein oder ohne die Berücksichtigung des historischen und politischen Hintergrundes.

Privilegien zu haben bedeutet, mit gewissen Problemen und Diskriminierungen im Alltag nicht konfrontiert zu sein. Privilegien können sein: einen Schweizer Pass besitzen; als weiss gelten; cis sein; ohne Behinderung zu leben, etc.

Queerfeindlichkeit bezeichnet jegliche Diskriminierung gegen Personen, Handlungen oder Dinge, die in ihrem Ausdruck der sexuellen oder geschlechtlichen Identität von der Cis-He­teronormativität abweichen. Das Spektrum reicht von Vorurteilen, dem Absprechen von Identität und Sexualität, mangelnder medizinischer Versorgung und rechtlicher Benach­teiligung bis hin zu tödlicher Gewalt.

Rassismus ist ein gesellschaftliches Machtverhältnis, in dem Gruppen von Menschen auf­grund tatsächlicher oder vermeintlicher körperlicher, kultureller, religiöser oder sozialer Merkmale abgewertet, ausgeschlossen und benachteiligt werden. Rassismus äussert sich in vielen Formen - von subtilen Bemerkungen bis hin zu struktureller Gewalt - und kann ver­letzen, entmenschlichen und Menschen töten. Rassistische Diskriminierung kann unbe­wusst oder unbeabsichtigt erfolgen und dennoch in ihrer Wirkung ausgrenzend und verlet­zend sein. Rassismus beraubt Menschen ihrer Würde, ihrer Gleichheit und ihrer grund­legenden Rechte. Als strukturelles Phänomen ist Rassismus tief in gesellschaftlichen Normen, Diskursen, Ge­setzen wie auch staatlichen Institutionen verankert und wird durch Sprache, Verhalten und Routinen immer wieder reproduziert und aufrechterhalten. Rassis­mus tritt in unter­schiedlichen Formen auf, wie beispielsweise in anti-Schwarzem, anti-Asia­tischem, anti-muslimischem, antijüdischem Rassismus, Gadjé-Rassismus, Xenorassis­mus und weiteren. Diese Formen haben eigene Kontexte, Geschichten und Erfahrungen – und sie können sich auch überlappen. Wie Ras­sismus erlebt wird, hängt zudem mit weiteren Ungleichheitsver­hältnissen wie Geschlecht, Sexualität, Klasse, Behinderung oder Aufent­haltsstatus zusam­men.

Sexismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres (zugeschriebenen) Geschlechts, wie auch die Zuschreibung von Eigenschaften basierend auf binären Ge­schlechtervorstellungen. In einer männlich dominierten Gesellschaft äussert sich Sexis­mus besonders in der Abwertung, Benachteiligung und Gewalt gegenüber Frauen, Trans*, In­ter* und nicht-binären Personen, sowie Weiblichkeit im Allgemeinen. (Cis-)Männlichkeit wird da­bei als Norm verstanden, an der alles gemessen wird. Die Spirale patriarchaler Gewalt reicht von scheinbar harmlosen Pfiffen bis hin zu tödlichen Feminiziden. Sexismus steht mit anderen Diskriminierungsformen in Wechselwirkung.

Dieses Awareness-Konzept entstand unter anderem auf der Grundlage des Awareness Konzept der in.vision; Awarenetz.ch; des Wörterbuches vom Verein Diversum; dem Glossar von Bla*sh, NOTORA-CISM, histnoire.ch, Missy Magazine, dem Kollektiv Jüdisch Antikolonial, dem Awarenessglossar von@wirmuesstenmalreden und der Jerusalemer Erklärung. Danke für eure Arbeit!

Zugänglichkeit

Unten findest du genauere Informationen zur Zugänglichkeit der Veranstaltungsorte. Bei Fragen oder wenn du Unterstützung benötigst, kannst du dich gerne unter info.enough@protonmail.com melden. Schreib uns auch gerne, wenn du nicht alleine zu einer Veranstaltung kommen möchtest und lieber in einer Gruppe gehst. Wir organisieren einen Treffpunkt!

Wir bemühen uns, die Zugänglichkeit unserer Veranstaltungen stetig zu verbessern. Wenn du dazu Hinweise oder Rückmeldungen hast, lass es uns gerne wissen!

Park Platz
Wasserwerkstrasse 101 , 8037 Zürich

Zugang: Das Veranstaltungsgelände ist generell zugänglich. Der Zugang über die Wasserwerkstrasse ist geteert. Der Boden auf dem Gelände ist teilweise uneben. Bar und WC sind Rollstuhlgängig.

Die beiden Veranstaltungsräume Zelt und Flex befinden sich auf einem erhöht gelegenen Platz und sind über einen geteerten, ansteigenden Weg zugänglich. Der Zugangsweg weist auf einer Länge von ca. 6.5 m eine Steigung von ca. 16 % auf. Das Zelt ist ebenerdig zugänglich und befindet sich im Aussenraum. Der Flex ist über eine Rampe des Typs 11043 T200 zugänglich (Länge: 202 cm, Breite: 70 cm, maximale Belastung: 150 kg, Steigung: ca. 12 %).

Licht: Im Zelt ist Tageslicht vorhanden. Die Lichtverhältnisse können je nach Tageszeit und Wetterbedingungen variieren. Während der Veranstaltungen wird die Bühne zusätzlich beleuchtet. Im Flex ist das Licht gedimmt.

Rückzugsort: Es gibt keinen selbstständig auffindbaren Rückzugsort. Eine Awareness-Person, erkennbar an den vio­letten Awareness-Vesten, kann dich bei Bedarf zu einem Rückzugsort begleiten.

Anreise: Die beste Anbindung mit dem öffentlichen Verkehr erfolgt über die Bushaltestelle Okenstrasse (Linie 46). Von dort beträgt der Fussweg ca. 5–10 Minuten.

Les Complices*
Anwandstrasse 9, 8004 Zürich

Zugang: Der Haupteingang ist über drei steile Stufen zugänglich. Eine Rampe ist vorhanden, aufgrund ihrer Steigung jedoch nicht ohne Unterstützung mit einem Rollstuhl befahrbar.

Licht: Im Ausstellungsraum ist das Licht gedimmt. Es werden Filme auf einer Leinwand gezeigt, teilweise mit lautem Ton.

Anreise: Die beste Anbindung mit dem öffentlichen Verkehr erfolgt über die Haltestelle Helvetiaplatz (Tram 8, Bus 32). Von dort beträgt der Fussweg ca. 5 Minuten.

Sprachen und Übersetzungen

Während dem enough. möchten wir Inhalte in so vielen Sprachen wie möglich zur Verfügung stellen. Wenn Du einen Beitrag, Workshop oder eine Diskussion übersetzen lassen möchtest, oder selbst bei Übersetzungen unterstützen könntest, melde Dich doch bei unserem Infostand, oder im Vorfeld über info.enough@protonmail.com.

Pendant l’enough, nous souhaitons mettre à disposition des contenus dans autant de langues que possible. Si tu souhaites faire traduire une contribution, un atelier ou une discussion, ou si tu peux toi-même aider à traduire, n’hésite pas à te présenter à notre stand d’information ou à nous contacter à l’avance via info.enough@protonmail.com.

Nos gustaría que los contenidos estuvieran disponibles en el mayor número posible de idiomas. Si desea que traduzcamos una contribución, un taller o un debate, o si quiere colaborar usted mismo con las traducciones, póngase en contacto con nosotros en nuestro mostrador de información o con antelación a través de info.enough@protonmail.com.

أثناء مهرجان إيناف نريد أن نجعل المداخل للمحاضرات والورش لمعظم الناس مفتوحة ، فإذا كنت بحاجة إلى مترجم شفهي أو ان تقدم خدمات الترجمة بنفسك فانتقل إلى مكتب المعلومات وتحدث إلى الناس هناك أو اكتب إلينا مسبقًا:
info.enough@protonmail.com

Enough sırasında mümkün olduğunca çok dilde içerik sunmak istiyoruz. Katılımınız boyunca atölye çalışmanızın veya tartışmanızın çevrilmesini istiyorsanız ya da çevirilere kendiniz yardımcı olmak istiyorsanız, lütfen danışma masamızdan veya info.enough@protonmail.com adresinden bizimle önceden iletişime geçin.

در جریان enough, ما میخواهیم محتوا را در چندین زبان مختلف در دسترس قرار دهیم.
اگر میخواهید بحثی، موضوعی و یا برنامه ای ا برای ترجمه بگذارید، ویا اینکه خود می‌توانید با ترجمه کردن حمایت کنید، خود را در میز معلومات ما ثبت کرده و یا به ایمیل آدرس ذیل: info.enough@protonmail.com مراجعه کنید.

Kinderbetreuung

Am Samstag wird Kinderbetreuung angeboten. Bitte meldet euch an unter info.enough@protonmail.com bis am Sonntag 30.08.2026.

Unterstützen

Wir suchen noch immer Unterstützung während den Aktionstagen. Bist du interessiert? Dann melde dich bei uns via info.enough@protonmail.com oder tritt dem Telegram-Kanal für Unterstützer*innen bei, um weitere Infos zu erhalten.