„Squatting McDonalds“: L’Après M zu Arbeitskämpfen in Marseille

Montag, 6. September, 19.00-20.30 Uhr, Koch Areal, Rautistrasse 22, 8047 Zürich

Input – L’Après M

Am 2. Juni hat der Stadtrat von Marseille offiziell interveniert, um das Restaurant von McDonald’s zu kaufen und es so als einen Ort der Solidarität und des Widerstands zu erhalten. Nachdem sie ihr ganzes Leben lang für bessere und gerechtere Arbeitsbedingungen gearbeitet und gekämpft haben, ist die Symbolik der Beschlagnahmung eines multinationalen Fast-Food-Restaurants, das dazu beiträgt, mehr als 2.000 Familien pro Woche zu ernähren, sowohl für die ehemaligen Mitarbeiter*innen als auch für die ehemaligen Kund*innen vor Ort nicht zu übersehen. In diesem interaktiven Vortrag werden Mitglieder*innen von L’Après M ihre Geschichten erzählen und uns verraten, was die Zukunft für sie bereithält.  


Über L’Après M

L’Après M ist ein besetztes McDonald’s-Restaurant in einem der am meisten vernachlässigten Viertel von Marseille, das von ehemaligen Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen übernommen und in eine riesige, selbstorganisierte und selbstfinanzierte Essensausgabe im unterfinanzierten Viertel Sainte-Marthe im Norden von Marseille verwandelt wurde. Diese Filiale war mehr als nur eine Fast-Food-Kette, es war ein Ort, an dem sich Kinder trafen, um ihre Hausaufgaben zu machen, und einer der wenigen Treffpunkte der Bewohner*innen. Seit April 2020 wurden mehr als 150’000 Lebensmittelpakete von Freiwilligen ausgeliefert. In den nächsten Monaten plant L’Après M die Eröffnung eines „Fast-Social-Food“-Restaurants, in dem man seine Speisekarte erhält und die Preise sich nach dem eigenen Einkommen richten. Es ist ein Modell, das nicht nur den Ärmsten beim Überleben hilft, sondern sich auch gegen die vom Kapitalismus verursachte Armut wehrt.   

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