Klimakrise und Flucht – An Beispielen der kenianischen Blumenindustrie und der Abholzung in afrikanischen Ländern

Samstag, 11. September, 11.00-12.30 Uhr, Park Platz

Input – Women in Exile

Unternehmen aus dem globalen Norden beuten nach wie vor Ökosysteme und Black, Indigenous und People of Colour aus. Sie tun dies mit verschiedenen Mitteln, wie z.B. Land- und Wasserraub, die zur Zerstörung und Veränderung von Ökosystemen beiträgt. Das ist verbunden mit der Ausbeutung von Arbeit und Ressourcen – das sind wichtige Treiber des Klimawandels und beeinflussen das Leben vieler Menschen zentral und führt zu Flucht und Migration. Dieser Workshop orientiert sich an konkreten Beispielen aus der kenianischen Blumenindustrie und der Abholzung tropischer Wälder in afrikanischen Ländern sowie die Rolle multinationaler Konzerne.

Die Folgen dieser Ausbeutung sind Umweltzerstörung, Krankheiten, Erschöpfung der Ressourcen und die Verletzung der Menschenrechte. Diskriminierung, Rassismus und Ungleichheit sind ein wesentlicher Schwerpunkt für Anti-Rassismus-Aktivismus aus dem globalen Norden, wenn es darum gehen soll, die Kluft zwischen den Privilegien im globalen Norden und der Ausbeutung des globalen Südens zu bekämpfen. 


Über Women in Exile

Women in Exile ist eine Initiative von Flüchtlingsfrauen, die sich 2002 in Brandenburg zusammen gefunden haben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Wir haben entschieden, uns als Flüchtlingsfrauengruppe zu organisieren, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass Flüchtlingsfrauen doppelt Opfer von Diskriminierung sind: Sie werden als Asylbewerberinnen* durch rassistische Gesetze ausgegrenzt und als Frauen* diskriminiert. Der Kampf dagegen wird von geschlechtergemischten Flüchtlingsselbstorganisationen unserer Erfahrung nach wenig mitgetragen, da diese häufig von Männern dominiert sind, die andere Themen als wichtiger ansehen. Women in Exile e.V. wurde 2011 in Potsdam gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. 2011 baute ‚Women in Exile’ die Gruppe ’Women in Exile & Friends‘ auf, in der auch solidarische Aktivistinnen ohne Fluchthintergrund mitarbeiten. Gemeinsam tragen wir flüchtlingspolitische Forderungen aus feministischer Perspektive an die Öffentlichkeit. Zum Beispiel mit der Kampagne „Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen!“.

Unser grundlegendes politisches Ziel ist die Utopie einer gerechten Gesellschaft ohne Ausgren­zung und Diskriminierung, mit gleichen Rechten für alle Menschen, egal, woher sie kommen und wohin sie gehen. In unserer konkreten Politik liegt unser Fokus auf der Abschaffung aller diskriminierenden Gesetze gegen Asylsuchende und Migrant*innen und den Verschränkungen von Rassismus und Sexismus. Wir verstehen uns als feministische Organisation und sind eine der wenigen Schnittstellen zwi­schen Frauenbewegung und Flüchtlingsbewegung.

https://www.women-in-exile.net