Awareness

To be aware: sich bewusst sein, sich informieren, für bestimmte Problematiken sensibilisiert sein.

Linke Räume sind nicht automatisch diskriminierungsfreie Räume. Damit enough. für uns alle ein schönes Erlebnis wird, wollen wir für einen achtsamen und bewussten Umgang sensibilisieren.

Damit Personen mit unterschiedlichen Lebensausrichtungen, Erfahrungen und Geschichten zusammenkommen und sich wohl fühlen können, müssen wir unsere eigenen Positionen und Privilegien[1] reflektieren. Mit der Reflexion der eigenen Privilegien soll das Bewusstsein über das eigene Verhalten und den Umgang mit anderen gestärkt werden.

Was macht das Awareness-Team?

Die Aufgabe vom Awareness-Team ist es, dir bei Bedarf bei Aushandlungen von für dich schwierigen oder verletzenden Situationen zur Seite zu stehen. Das Awareness-Team sucht den Dialog. Ist ein Dialog nicht möglich oder das grenzüberschreitende Verhalten wiederholt sich, erlauben wir uns Täter*innen vom Platz zu weisen. Das Awareness-Team möchte aufkommende Konflikte auf eine möglichst konstruktive Art lösen. Ziel ist es, Übergriffe und Diskriminierungen zu erkennen, zu verhindern, gemeinsam mit den betroffenen Personen zu reflektieren und gleichzeitig die Aufmerksamkeit aller zu stärken.​​​​​​​

Es wird auf dem Gelände immer Ansprechpersonen geben, die an ihren Umhänge-Schildern zu erkennen sind. Diese Menschen sind rund um die Uhr ansprechbar und für dich da. Wenn du dich in einer bestimmten Situation oder mit einzelnen Personen unwohl fühlst oder du diskriminierendes Verhalten erfährst oder beobachtest, findest du bei ihnen Unterstützung. Wenn du das Awareness-Team auf dem Platz gerade nicht findest: am Infopoint ist zu jeder Zeit eine Ansprechperson vor Ort. Damit du dich wohl fühlst, haben wir in unserem Team Personen verschiedener Positionen.[2]

Wir als Awareness-Team und enough.-Kollektiv nehmen zu jeder Zeit die Aussagen von Betroffenen ernst und unterstützen sie. Das bedeutet, dass wenn du dich unwohl fühlst, wir dein Befinden nicht in Frage stellen. Wir reagieren, wenn du uns danach fragst. Es ist auch immer möglich andere Menschen deines Vertrauens dazu zuziehen. Das Awareness-Team soll jedoch nicht als Kontrolleinheit verstanden werden, welche für Sicherheit auf dem Platz zuständig ist. Wir als enough. Kollektiv zählen darauf, dass sich alle Personen aufmerksam und bewusst verhalten. Auch wir sind nicht frei von bestimmten Mechanismen und können unbewusst Diskriminierung auf die eine oder andere Art reproduzieren. Wir sind uns bewusst, dass wir unsere Haltung immer wieder kritisch reflektieren müssen.

Falls du das Bedürfnis hast, dich für einen Moment zurückzuziehen, dann kannst du das ebenfalls dem Awareness-Team mitteilen. Es wird während der Aktionstage einen Safer Space für BIPoC[3]  und FLINT* Personen[4] geben.

Verhaltensregeln

Sexismus, Rassismus, Ableismus[5], Queer-Feindlichkeit[6] und jede andere Form von Diskriminierung haben bei uns keinen Platz!

Wir sind nicht überempfindlich, sondern machtkritisch! Wir wollen darauf hinweisen, dass es bestimmte kontroverse Symboliken und Handlungen gibt. Dennoch wird gewisses Verhalten in keinem Fall toleriert:

  • rassistische, sexistische, LGBTQIA+-feindliche[7], ableistische Äusserungen und Handlungen
  • Körperkontakt ohne Einvernehmen
  • Tarnkleidung und militärische Uniformen (Kriegsverherrlichendes generell)
  • ungefragte Fotos → respektiert die Privatsphäre und Sicherheit anderer!

Kulturelle Aneignung

Wir fordern Reflexion und einen kritischen Umgang mit der Aneignung und Instrumentalisierung von kulturellen, religiösen und politischen Symboliken. Der politische Kontext und Implikationen dieser Symboliken sind nicht immer bewusst oder erkennbar. Daher möchten wir auf eine umsichtige Sprache achten, die offen ist für Hinweise und Anregungen.

Gewisse Symbole oder Handlungen können Verletzungen oder die Erinnerung an verletzende Situationen für betroffene Personen hervorrufen. Wir bitten euch Besucher*innen achtsam und reflektiert mit dem Tragen solcher Symbole umzugehen: Sie können mehr als eure persönliche Neigung oder Haltung ausdrücken und für andere verletzend sein. 

Mit Symbolen sind unter anderem Kimonos, Bindis, Warbonnets, sogenannter Dreadlocks, der Kufiya oder bestimmter Tattoos durch weisse Menschen gemeint. Auch alle BIPoC bitten wir, ihre eigenen Positionierungen in Hinblick auf kulturelle Aneignung zu reflektieren!

Wir bitten euch alle unser Awareness-Konzept zu unterstützen und umzusetzen!

Passt auf einander auf!


Liebe*r Leser*in, haben wir etwas vergessen? Melde dich bei uns! Wir sind dankbar für Kritik.

Dieses Awareness-Konzept entstand auf der Grundlage von:

  • Dem Awareness Konzept der in.vision
  • Awarenetz.ch
  • Wörterbuch vom Verein Diversum
  • Glossar von Bla*sh
  • Awarenessglossar von @wirmuesstenmalreden

Danke für eure Arbeit.


Awareness-Konzept – enough. Aktionstage zu Migrationskämpfen und antirassistischem Widerstand

To be aware: sich bewusst sein, sich informieren, für bestimmte Problematiken sensibilisiert sein.

Linke Räume sind nicht automatisch diskriminierungsfreie Räume. Damit enough. für uns alle ein schönes Erlebnis wird, wollen wir für einen achtsamen und bewussten Umgang sensibilisieren.

Damit Personen mit unterschiedlichen Lebensausrichtungen, Erfahrungen und Geschichten zusammenkommen und sich wohl fühlen können, müssen wir unsere eigenen Positionen und Privilegien[1] reflektieren. Mit der Reflexion der eigenen Privilegien soll das Bewusstsein über das eigene Verhalten und den Umgang mit anderen gestärkt werden.

Was macht das Awareness-Team?

Die Aufgabe vom Awareness-Team ist es, dir bei Bedarf bei Aushandlungen von für dich schwierigen oder verletzenden Situationen zur Seite zu stehen. Das Awareness-Team sucht den Dialog. Ist ein Dialog nicht möglich oder das grenzüberschreitende Verhalten wiederholt sich, erlauben wir uns Täter*innen vom Platz zu weisen. Das Awareness-Team möchte aufkommende Konflikte auf eine möglichst konstruktive Art lösen. Ziel ist es, Übergriffe und Diskriminierungen zu erkennen, zu verhindern, gemeinsam mit den betroffenen Personen zu reflektieren und gleichzeitig die Aufmerksamkeit aller zu stärken.​​​​​​​

Es wird auf dem Gelände immer Ansprechpersonen geben, die an ihren Umhänge-Schildern zu erkennen sind. Diese Menschen sind rund um die Uhr ansprechbar und für dich da. Wenn du dich in einer bestimmten Situation oder mit einzelnen Personen unwohl fühlst oder du diskriminierendes Verhalten erfährst oder beobachtest, findest du bei ihnen Unterstützung. Wenn du das Awareness-Team auf dem Platz gerade nicht findest: am Infopoint ist zu jeder Zeit eine Ansprechperson vor Ort. Damit du dich wohl fühlst, haben wir in unserem Team Personen verschiedener Positionen.[2]

Wir als Awareness-Team und enough.-Kollektiv nehmen zu jeder Zeit die Aussagen von Betroffenen ernst und unterstützen sie. Das bedeutet, dass wenn du dich unwohl fühlst, wir dein Befinden nicht in Frage stellen. Wir reagieren, wenn du uns danach fragst. Es ist auch immer möglich andere Menschen deines Vertrauens dazu zuziehen. Das Awareness-Team soll jedoch nicht als Kontrolleinheit verstanden werden, welche für Sicherheit auf dem Platz zuständig ist. Wir als enough. Kollektiv zählen darauf, dass sich alle Personen aufmerksam und bewusst verhalten. Auch wir sind nicht frei von bestimmten Mechanismen und können unbewusst Diskriminierung auf die eine oder andere Art reproduzieren. Wir sind uns bewusst, dass wir unsere Haltung immer wieder kritisch reflektieren müssen.

Falls du das Bedürfnis hast, dich für einen Moment zurückzuziehen, dann kannst du das ebenfalls dem Awareness-Team mitteilen. Es wird während der Aktionstage einen Safer Space für BIPoC[3]  und FLINT* Personen[4] geben.

Verhaltensregeln

Sexismus, Rassismus, Ableismus[5], Queer-Feindlichkeit[6] und jede andere Form von Diskriminierung haben bei uns keinen Platz!

Wir sind nicht überempfindlich, sondern machtkritisch! Wir wollen darauf hinweisen, dass es bestimmte kontroverse Symboliken und Handlungen gibt. Dennoch wird gewisses Verhalten in keinem Fall toleriert:

  • rassistische, sexistische, LGBTQIA+-feindliche[7], ableistische Äusserungen und Handlungen
  • Körperkontakt ohne Einvernehmen
  • Tarnkleidung und militärische Uniformen (Kriegsverherrlichendes generell)
  • ungefragte Fotos → respektiert die Privatsphäre und Sicherheit anderer!

Kulturelle Aneignung

Wir fordern Reflexion und einen kritischen Umgang mit der Aneignung und Instrumentalisierung von kulturellen, religiösen und politischen Symboliken. Der politische Kontext und Implikationen dieser Symboliken sind nicht immer bewusst oder erkennbar. Daher möchten wir auf eine umsichtige Sprache achten, die offen ist für Hinweise und Anregungen.

Gewisse Symbole oder Handlungen können Verletzungen oder die Erinnerung an verletzende Situationen für betroffene Personen hervorrufen. Wir bitten euch Besucher*innen achtsam und reflektiert mit dem Tragen solcher Symbole umzugehen: Sie können mehr als eure persönliche Neigung oder Haltung ausdrücken und für andere verletzend sein. 

Mit Symbolen sind unter anderem Kimonos, Bindis, Warbonnets, sogenannter Dreadlocks, der Kufiya oder bestimmter Tattoos durch weisse Menschen gemeint. Auch alle BIPoC bitten wir, ihre eigenen Positionierungen in Hinblick auf kulturelle Aneignung zu reflektieren!

Wir bitten euch alle unser Awareness-Konzept zu unterstützen und umzusetzen!

Passt auf einander auf!

Liebe*r Leser*in, haben wir etwas vergessen? Melde dich bei uns! Wir sind dankbar für Kritik.

Dieses Awareness-Konzept entstand auf der Grundlage von:

– Dem Awareness Konzept der in.vision

– Awarenetz.ch

– Wörterbuch vom Verein Diversum

– Glossar von Bla*sh

– Awarenessglossar von @wirmuesstenmalreden

Danke für eure Arbeit.


[1] Privilegien zu haben bedeutet, mit gewissen Problemen und Diskriminierungen im Alltag nicht konfrontiert zu sein. Privilegien können sein: einen Schweizer Pass haben; als weiss gelten; cis Mann sein; nicht beinträchtig zu sein, etc. Privilegien zu haben bedeutet nicht, dass man es im Leben immer leicht hat. (cis Mann ist ein Mann, bei dem die Geschlechtsidentität dem Geschlecht entspricht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.)

[2] Möchtest du mit einer BIPoC, weiblichen oder Person mit einer gewissen Positionierung sprechen, die eben nicht vor Ort ist, kannst du das dem Awareness Team mitteilen. Gerne schauen wir, dass du eine Ansprechperson hast, bei der du dich wohl fühlst.

[3] Abkürzung von Black, Indigenous and People of Color. Es ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus Erfahrungen machen.

[4] Abkürzung für Frauen, Lesben, Inter, Non-binary, Trans*. Der Begriff bezeichnet Menschen, die keine cis Männer sind und somit stärker von patriarchalen Unterdrückungsmechanismen betroffen sind.

[5] Ableismus ist die alltägliche Reduktion eines Menschen auf seine Beeinträchtigung. Damit einher geht eine Abwertung (wegen seiner Beeinträchtigung) oder aber eine Aufwertung (trotz seiner Beeinträchtigung).

[6] Mit Queer-Feindlichkeit bezeichnen wir jegliche Diskriminierung gegen Dinge, Handlungen oder Personen, die in ihrem Ausdruck der sexuellen oder geschlechtlichen Identität von der Cis-Heteronormativität abweichen.

[7] Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual, Asexual. Das Plus steht für alle anderen Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen.